Inklusionsassistenz

Über die Leistungen der Eingliederungshilfe kann unter bestimmten Voraussetzungen für einige Stunden in der Woche eine zusätzliche Fachkraft (Inklusionsassistenz) finanziert werden. Diese  unterstützt das Kind darin, am Angebot des Kindergartens oder der Tageseinrichtung seinen Fähigkeiten entsprechend teilzunehmen.

Für die Beantragung dieser Inklusionsmaßnahme im Kindergarten ist zunächst keine Diagnose erforderlich. Entscheidend ist der Nachweis eines zusätzlichen Unterstützungsbedarfs. Die Gewährung von Eingliederungshilfe ist unabhängig vom Einkommen der Eltern.
 

Beantragung:

  • Zunächst ist eine Klärung des zusätzlichen Unterstützungsbedarfs mit der Leiterin der Kindertageseinrichtung und der für die Gruppe zuständigen Erzieherin notwendig.

  • Die Eltern stellen einen Antrag beim zuständigen Kostenträger (Jugend- oder Sozialamt. In Reutlingen ist für die Inklusionsassistenz in Kindertagesstätten das Sozialamt zuständig). Es macht Sinn, Berichte über das Kind (z.B. vom Arzt, von Therapeuten) mitzuschicken, sofern welche vorliegen.

  • In der Regel muss ein Bericht vom Kindergarten mit der Begründung der Notwendigkeit für eine Inklusionsassistenz eingereicht werden.

  • Nowendig ist in der Regel eine Vorstellung bei einer Ärztin bzw. einem Arzt vom Gesundheitsamt. Diese schreiben für die Kostenträger eine Stellungnahme mit einer Empfehlung, ob und in welchem Umfang eine Assistenz notwendig ist.
  • Die weiteren Verfahren sind regional unterschiedlich. Auf jeden Fall entscheidet der Kostenträger über die Höhe der Finanzierung der Inklusionskraft. In Reutlingen erfolgt diese Entscheidung in der Regel auf Grund der Empfehlung des Gesundheitsamts und den eingereichten Unterlagen einschließlich der Stellungnahme des Kindergartens. 

Einstellung

  • Der Träger der Kindertagesstätte bekommt bei einem positiven Bescheid die entsprechenden finanziellen Mittel und stellt stundenweise eine zusätzliche Fachkraft ein.

  • Es macht viel Sinn, wenn sich Eltern, autistisches Kind und "angedachte" Inklusionsassistenz bereits im Vorfeld einmal treffen. Dadurch können gegenseite Erwartungen abgesprochen werden und man findet heraus, ob Kind und Inklusionsassistenz zueinander "passen". Natürlich ist es auch wichtig, dass die Inklusionsassistenz in die Kindertagesstätte "passt".

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